
Psychotherapeutin in Fachausbildung unter Lehrsupervision
Das Gefühl der Angst ist für uns Menschen wichtig. Es macht uns aufmerksam, schützt uns und hilft dabei, mögliche Gefahren einzuschätzen. Manchmal wird Angst jedoch so stark oder anhaltend, dass sie den Alltag belastet und den eigenen Handlungsspielraum zunehmend einschränkt.
Vielleicht machen Sie sich häufig Sorgen, fühlen sich innerlich angespannt oder vermeiden bestimmte Situationen. Vielleicht erleben Sie Panikattacken, die plötzlich und sehr intensiv auftreten können. Häufig entsteht danach zusätzlich die Angst vor einer weiteren Attacke. Auch körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Druck in der Brust oder ein Gefühl von Kontrollverlust können dabei sehr beunruhigend sein.
Angst kann sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen. Manche vermeiden bestimmte Orte oder Situationen, andere grübeln immer wieder über mögliche Gefahren nach oder versuchen, möglichst viel unter Kontrolle zu halten. Bei Panikattacken kann bereits die Sorge vor einer erneuten Attacke dazu führen, bestimmte Situationen zu meiden oder den eigenen Alltag zunehmend einzuschränken.
So kann ein Kreislauf aus Angst, Vermeidung und zunehmender Unsicherheit entstehen. Auch wenn nach außen vielleicht alles funktioniert, kann die ständige innere Anspannung viel Kraft kosten. Mit der Zeit kann das Gefühl entstehen, das eigene Leben immer stärker nach der Angst oder der Angst vor einer Panikattacke ausrichten zu müssen.
In der systemischen Psychotherapie betrachten wir Angst und Panik nicht losgelöst von Ihnen und Ihrem Leben. Gemeinsam schauen wir darauf, wann Angst oder Panik auftreten, was sie verstärkt oder auslöst, wie Sie bisher damit umgehen und welchen Einfluss sie auf Ihren Alltag und Ihre Beziehungen haben.
Dabei geht es nicht darum, Angst oder Panik einfach „wegzumachen“. Vielmehr kann es hilfreich sein, die eigenen Reaktionen besser zu verstehen und Zusammenhänge zu erkennen. Wir schauen gemeinsam darauf, welche Muster sich entwickelt haben, was die Angst möglicherweise aufrechterhält und welche Erfahrungen Sie bisher im Umgang damit gemacht haben.
Dabei können neue Perspektiven, vorhandene Ressourcen und konkrete Schritte im Alltag dazu beitragen, wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.
In einem Erstgespräch können Sie Ihre aktuelle Situation und Ihre Fragen schildern. Gemeinsam klären wir, welche Unterstützung Sie sich wünschen und ob eine Psychotherapie bei mir für Sie passend ist.